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Donnerstag 15 Juli 2010

Bahnverkehr für Hafenvernetzung

Die konzeptionelle und logistische Vernetzung der deutschen See- und Binnenhäfen wird weiter vorangetrieben und geht jetzt in die zweite Phase.

Nachdem sich der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) und der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) im April auf ein gemeinsames Strategiepapier für das Projekt einigten (THB, 14.4), fand am Montag bei der Hafen Nürnberg-Roth GmbH eine Besprechung der Arbeitsgruppe statt.

Dabei wurden unter anderem die weiteren, notwendigen Arbeitsschritte besprochen. Als Vertreterin des Bundesverkehrsministeriums nahm Hilde Kammerer, Leiterin des Referats Nationale See- und Binnenschifffahrtspolitik und Hafenwirtschaft, an dem Treffen teil. Sie wies darauf hin, dass die von der Arbeitsgruppe identifizierten Schienen-Korridore im deutschen Seehafen-Hinterlandverkehr von großer Bedeutung für das laufende Konsultationsverfahren der EU-Kommission zur Überarbeitung der Politik für das Transeuropäische Verkehrsnetz seien. Die Arbeitsgruppe legt fest, ab sofort auch die DB AG in die betreffenden Arbeiten einzubinden. Sowohl ZDS als auch BÖB zeigten sich erfreut über diese Entwicklung.

Im Zuge des Projekts soll der Hinterlandverkehr der Seehäfen effektiver gestaltet und die Binnenhäfen stärker in die nachlaufende Transportkette integriert werden. Dafür ist neben der Nutzung der Wasserstraße auch eine Einbindung des Schienennetzes nötig. Ziel ist es nicht zuletzt, die Gütermengen deutlich zu steigern. Der Lenkungsausschuss Häfen- und Schifffahrt im Deutschen Verkehrsforum soll im Frühjahr 2011 über den Stand der Arbeiten in der ZDS/BÖB-Arbeitsgruppe unterrichtet werden.

Quelle: Täglicher Hafenbericht

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